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Nostalgische Weihnachtsglückwünsche um 1850/1870

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Jetzt ist die allerbeste Zeit,
Da freu’n sich alle Kinder,
Und wenn es regnet und auch schneit,
Und stürmt im kalten Winter:
Ich lobe mir’s, wenn’s Winter ist,
Denn da bescheer’st Du, heil’ger Christ!

Du, lieber Heiland, meinst es gut,
Hast Mädchen lieb und Knaben;
Du schenkst uns Kindern frohen Muth
Und viele schöne Gaben;
Du weißt ja, lieber Jesus Christ,
Wie lieb mir Vater, Mutter ist.

Dafür will ich auch dankbar sein,
Will folgen stets mit Freuden.
Und bin ich auch noch schwach und klein,
Will ich das Böse meiden;
Du hast mich lieb dann, heil’ger Christ,
Der Freund von guten Kindern ist.

Glückwunsch-Büchlein, 1861



Dank eines Kindes für die Christbescheerung

Wonach wir lang gesehnt uns haben,
Das holde Fest der reichen Gaben,
Es naht heran mit seiner Lust.
Gestillet bald ist das Verlangen,
Der stern des Heils ist aufgegangen,
Und strahlet Wonn’ in unsre Brust.

Geheimnißvoll auf allen Wegen
Tritt Lieb’ und Freude sich entgegen,
Und forscht und müht sich seelenreich.
Und ob sie noch so heimlich waren,
Sie müssen doch sich offenbaren,
Denn Lieb’ und Freude kennt man gleich.

Schon seh’ ich mir den Tisch bereiten,
An dem sich meine Augen weiden,
Schon juble ich im heil’gen Traum.
All’ Sehnen wird in Lust begraben,
Bald soll im Glanz ich mich erlaben,
Schon prangt mein heller Freudenbaum.

Versammelt Euch! – Die Sehnsucht schweiget –
Die Hoffnung stirbt – die Freude steiget,
Und schaut bestürzt sich nimmer satt.
O, daß es ewig in uns bliebe,
Das schöne Fest der frommen Liebe,
Wo Christ das Heil bescheeret hat!

Die Feiertage des Lebens, 1856



Ein Gatte an seine Gattin

Der holde Tag der schönsten Kinder träume
Kehrt gabenreich und freudenvoll zurück,
Im ärmsten Hüttchen schimmern hell die Bäume,
Ein heitres Bild von neugebornem Glück.

Vergessen sind des langen Jahres Schmerzen,
Vergessen sin die dürft’gen Lebens Müh’n,
Wir seh’n in tausend trauerdunklen Herzen
Der Freude Gottesfunken neu erglühn.

Willkommen denn, o freundlichster der Tage,
Der glanzvoll uns des Lebens Nacht erhellt,
Du führst uns aus der Welt voll Sorg’ und Plage
In seiner Segensreiche Freudenwelt.

In eine Welt des Friedens, der Vollendung,
Die unaustilgbar unser Herz begehrt,
Und die des Wunderkindes hohe Sendung,
Als sichrer Zukunft Bürgin, und bewährt.

In eine Welt, die, wie im Keim die Blume,
In allen Seelen vorgebildet liegt,
Und welcher, als gerechtem Eigenthume,
Das Herz des Kindes schon entgegenfliegt.

So laß uns denn, Du mein geliebtes Leben,
Den frohen ahnungsreichen Kindern gleich,
Die Zukunft mit der Gegenwart verweben.
Im holden Bild vom sel’gen Himmelreich:

Laß uns beim Lichtbaum, bei den Christgeschenken,
Die heiter dieser kleine Raum umgrenzt,
Deß festversprochnen Freudentags gedenken,
Der unvergänglich uns entgegen glänzt.

Schon fühl’ ich mich aus dieser Welt der Mängel
Sanft in die reine Friedenswelt entrückt,
Da Deine Nähe, freundlich milder Engel,
Dein reiner Sinn, Dein Herz mich reich beglückt.

Die Feiertage des Lebens, 1856
Weihnachtsgabe

(Am Christfest von einem guten Kind zu declamieren.)

Der Christbaum prangt mit seinem farb’gen Lichte
Die Kinderschaar erharrt der Eltern Ruf.
Sie stürmt heran mit freudigem Gesichte
Als das „Herein“ die höchste Wonne schuf.
Wie dankend sie die lieben Eltern küssen,
Die Beide ihren Aeltesten vermissen.

Doch kaum vermißt, kommt Karl schon angelaufen,
Fällt weinend in der Eltern Liebesarm.
„Was Ihr auch immer für mich möchtet kaufen
Eins bitt’ ich noch“ – spricht er im tiefsten Harm.
„“So sag’ es uns.““ „Laß mich hinaus nur gehen,
Dann sollt Ihr selbst meine Bitte sehen.“

Er springt hinaus, doch kehrt er bald zurücke,
Nen halb bekleid’ten Alten an der Hand.
„Seht Eltern,“ sprach er, Thränen in dem Blicke,
„Den armen Alten ich am Thore fand,
Die Bitte mögt Ihr, Theure, mir gewähren:
Das, was Ihr mir bestimmt, ihm zu verehren.“

Wie alle Kinder um den Greis sich mühen,
Ihm schenkend, was am meisten sie erfreut,
Und stets vor Eifer, mehr zu geben, glühen.
Wie selbst das Kleinste ihm die Puppe beut,
Der Greis in’s Knie sinkt, seine Hände faltet
Und schluchzend ruft: „Ich seh’, daß Gott noch waltet.“

Da dringt das Glück, in unverhalt’nen Zähren
Den frohberauschten Eltern aus der Brust,
Der Kinder Bitte sie so gern gewähren,
Der Alte theilt die schöne Weihnachtslust
Und spricht, als froh die Kinder ihn umscherzen:
„Gott segnet Eltern Euch durch diese Herzen!“

Carl v. Heugel

120 auserlesene ..., 1857



An die Eltern

O wie freu ich mich mit Ihnen,
Teure Eltern, dass uns heut'
Ist das schöne Fest erschienen,
Das so reichen Segen beut.

Weihnacht bringt uns Heil und Wonne,
Weil der Heiland, Jesus Christ,
Als die wahre Gnadensonne,
In die Welt gekommen ist.

Darum steig' aus frohem Herzen
Unser Dank zu Gott empor;
Bei dem Schein der Weihnachtskerzen
Lobe ihn der Christen Chor! -

Auch für Sie, geliebte Eltern,
Schwingt sich mein Gebet zum Herrn,
Und er wird mein Fleh'n erhören,
Denn er höret Kinder gern.

Mit der wärmsten Elternliebe
Haben Sie mir wohlgetan,
Nehmen Sie nun auch die Triebe
Meines Dankes gütig an.

Möge Gott es Ihnen lohnen,
Weil ich's nicht zu tun vermag,
Und mit Gnade bei uns wohnen
Heute, morgen - jeden Tag.

Mir auch schenk' er seinen Segen,
Immer fromm und gut zu sein,
Und auf ihren Lebenswegen
Freudenblümchen auszustreu'n.

Poetische Bibliothekar, 1845




















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