Advent

 
  

 

Durch ein Kalenderfenster
beugt sich die schöne Weihnachtzeit
zu dir in deine Welt hinein.


Ein Kerzlein blüht so unverblümt,
dann zwei, dann drei, dann vier,
schon huscht die schöne Weihnacht
durch die Himmelstür. Sie macht
kurz halt und schüttelt Kopf und Hände,
sie legt die Liebe über Herz und Land
und rennt schon wieder los.
Euch alles Glück und Friede!
Und wenn nicht jetzt, im nächsten Jahr!


Empörung zeigen
und ärgerlich
das Adventskalendertürchen
wieder zuknallen.


Advent, Advent, mein Herzchen glüht,
April, April, es liebt nur sich allein.
Ein zweites Kerzchen herzt der ersten
Kerze Schein. Doch dieser trügt,
das zweite Herzchen weint
und Tränen rollen unerhört und
wächsern in den Reim.


Die Liebe singt, schalmeit und stinkt
mir manchmal doch schon sehr.
Es mistelt Herr Advent und auf
den Mistelzweigen brennt
ein Kerzlein hell und weint.
Ich sitze hier so ganz allein
auf diesem Mistelzweig,
kein Kerzlein das mich küssen will,
so brenne ich allein.


Advent, Advent,
das erste Kerzlein brennt,
das Herzlein brennt vor Freude
und träumt,
dass es ein Kerzlein wär
und bald schon neben ihm
ein zweites Herzlein
für es schlägt und brennt.