Sebnitzer Christbaumschmuck

Komposition statt Kompost. Über den Sebnitzer Christbaumschmuck

Sebnitzer Christbaumschmuck
Sebnitzer Christbaumschmuck in Taschenform

Zu den schönsten, antiken Schätzen der Weihnachtszeit gehört der wundervolle Sebnitzer Christbaumschmuck. Gestanzte Lochfolie, Draht, Dresdner Pappe und Watte bilden meist das Grundmaterial des Schmuckes. An diesen ist er leicht zu erkennen. Weitere Materialien konnten als zusätzliches Grundelement oder zur Ausschmückung dienen: Glasperlen, kleine Wachsfiguren, Stoff, Papier, Chenille, Federbaumzweige, Oblaten und vieles mehr.

Im Sebnitzer Christbaumschmuck füllte sich Schöpferkraft und Phantasie in vielfältigste Form. Alles war möglich! Kleine Handtaschen, Körbe, Kinderbettchen und Kinderwagen, Häuschen und Krippen, Kutschen, Lokomotiven, Dampfschiffe, Zeppeline und Flugzeuge bevölkerten Land, Meer und Himmel der Sebnitzer Weihnachtswelt.
 

Schmuck aus Sebnitz
Koffer aus Leonischen Draht, Watte und Dresdner Pappe

Sebnitzer Schmuck wurde in aufwändiger und liebevoller Heimarbeit in der Zeit von ca. 1880 bis 1910 hergestellt. Mit dem Aufkommen der industriellen Christbaumschmuck-Produktion endete leider die Geschichte dieses künstlerischen Bastel-Handwerks.

Literatur:
Margrit Utz: Von Fadenglas, Rauschgold und Tragant. Eine kurze Geschichte des Weihnachtsschmucks, erläutert und illustriert anhand Beispielen aus der Sammlung Margrit Utz. Seite 31 – 34. 2004.

Text und Foto © Uwe Pfeiffer (2017 - 2019)