Xmas-Stories

 
  

 

Drei Könige aus Morgenland, die kamen völlig abgebrannt
ins Heil'ge Land. Die Reisekasse war lang leer, die Königskronen
längst verzerrt und selbst Gewänder waren nur noch Lumpen.
Was schenken wir dem Gotteskind, wenn wir nichts mehr besitzen?
Ein Engel trat zu ihnen hin und öffnete die Truhen ihrer schönen Herzen.
Die Truhen waren reich gefüllt mit reinster Gottesliebe!


Drei Tannenbäumchen wanderten nach Bethlehem.
Sie kamen aus dem Norden und folgten einem Stern.
Doch Bethlehem war weit und fern und Berge, Meere häuften sich
vor ihren kleinen Wurzelfüßen. Als dann im Heil'gen Land
das große Jesuswunder seinen Anfang fand, da standen
die drei Bäumchen traurig und allein hoch oben in den Alpen
und runde Tränen froren ihnen in den Nadelzweigen.
Da stieg ein braver Engel hoch vom Himmel ab und nahm
die Bäumchen an die Hand und trug sie mit sich fort ins Morgenland.
So standen sie dann doch am allerersten Heiligabend still und staunend
im Wunder-Stall, als uns das Jesulein geboren. Und dann
auch alle Jahre wieder in allen guten Stuben dieser Welt!
Und das ist das wahre Geschichtlein von uns'rem lieben Weihnachtsbaum!


Der Himmel lacht und stößt 'ne gelbe Billard-
kugel durch die heil'ge Nacht. Drei Könige am Horizont,
sie eilen übers Erdenrund, dem Sonderbaren hinterher.
Die Kugel schimmert sternig hell, der Billardqueue
wirkt grell und wie ein Schweif aus Heil und Licht.
Oh, wenn das nicht ein Zeichen ist! Drum eilen sie
gleich doppelt schnell.


Die Heil'ge Nacht, sie lädt dich ein, sei bitte mir ein Gast!
Ich hab mich extra fein gemacht, mich eingepackt in einen raben-
schwarzen Herren-Frack. Der Frack er steht mir wirklich gut,
er schimmert wundervoll und ist bestickt mit Tannengrün und Glauben.
Es prangen Sternlein hoch am Kragenrand und tief im Samt
siehst du ne Krippe und nen Stall. Es treiben Hirten ihre Blöckstoffherden
und 1000fachen Schabernack auf kreuzgestickten Nähten.
Das Jesuskind es lächelt bunt und sanft und hat die ganze Welt,
die Menschheit, Esel, Kuh und Schaf und auch sich selbst
mit in den Wams hineingepackt. Es braucht nicht viel,
nen Nadelstich, nen roten Schicksals-Faden, der liebevoll
ein Herz ans andre fest vernäht.


Über hohe Wolkenberge radelt flink ein Engelskind. Ach,
wie wäre ich doch so gerne ein Komet, der kommt und geht.
Würde ewig nur verreisen, durch des Vaters Schöpfung gleiten,
würde wie der Weihnachtsstern alle Augen auf mich ziehen und
etwas bedeuten. - Tief von unten auf der Erde staunen Blicke
hoch zum Himmel, sehen über Wolkenbergen
hell ein Wunder Wolken reiten.


Unter einem guten Stern stand eine kleine Krippe
und in der Krippe wurde einst die Liebe uns geboren.
Der Stern verzog bald andernorts. Die Liebe blieb
ein Weilchen noch und ging uns dann verloren.